Forschungsprojekt zu SoundCloud mit Australiern

Hinter dem etwas sperrigen Begriff “Programme des Projektbezogenen Personenaustauschs” versteckt sich eine wunderbare Möglichkeit für Forscher zur internationalen Vernetzung. In Kooperation mit einer ausländischen Hochschule arbeitet man gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für einen bestimmten Zeitraum an einem zuvor definierten Projekt. Ein Bonus dabei ist, dass man nicht nur mit anderen Forschern in Kontakt kommt und internationale Sprachkompetenzen ausbaut, man hat auch die Möglichkeit, vor Ort an dem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.

Vor Ort ist in unserem Fall Brisbane – die drittgrößte Stadt Australiens mit subtropischem Klima, im Durchschnitt 26°C und Sitz der Queensland University of Technology (QUT). Genau dorthin hat es eine Gruppe bestehend aus Stefan Stieglitz, Florian Brachten und Milad Mirbabaie im Zuge eines DAAD-Antrags verschlagen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Bruns, seines Zeichens einer der angesehensten Wissenschaftler im Bereich der digitalen Medien und auf dem Gebiet der Social Media Analytics, und Mitarbeitern ist der Plan, Daten auf der Musikplattform SoundCloud zu analysieren. Insgesamt sollen dabei große Datenmengen gesammelt und anschließend mit Methoden der Big-Data-Analyse verdichtet und analysiert werden, um so diverse Einsichten in Abhängigkeiten zu erhalten. Wichtig dabei war, dass diese Analysen zwar am Beispiel von SoundCloud stattfinden, sich aber allgemein auf die sozialen Medien übertragen und verallgemeinern lassen. Ein sehr fruchtbares Kick-off-Treffen über zwei Tage führte zu ersten konkreteren Projektideen und einer gemeinsamen Agenda für die nächsten Monate.

Als Bonus hatte man noch die Möglichkeit, Universität, Stadt und Umgebung kennenzulernen. Das die QUT zu Recht jedes Jahr aufs Neue hervorragend in internationalen Rankings abschneidet, lässt sich bereits an den Einrichtungen erahnen. Wie im gesamten Land werden auch hier große Summen investiert, um eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur zu schaffen. Das zeigt sich etwa an den diversen modernen Gebäuden, welche zahlreiche Arbeitsmöglichkeiten für die Studenten bereithalten und eine lückenlose Versorgung mit W-LAN garantieren. Eine Besonderheit ist darüber hinaus natürlich das Klima am Standort, welches der Natur eine omnipräsente Rolle zuschreibt. So ist etwa ein Teil des Campus der QUT direkt am botanischen Garten in Brisbane gelegen, in dem zahlreiche exotische Tiere quasi mitten in der Großstadt leben – im Einklang mit dem Internet, welches natürlich auch da verfügbar ist und zum Arbeiten einlädt.

Da kein Reisebericht vollständig (oder was Wert) wäre ohne Bilder und die oben aufgeführten Beschreibungen ebenso wertlos sind ohne die passenden Illustrationen finden sich im Folgenden noch ein paar Impressionen (nicht nur vom Projekttreffen).

 

Florian Brachten

Florian Brachten

Research Associate bei Universität Duisburg-Essen
Meine Forschungsschwerpunkte sind die automatisierte Kommunikation (z. B. durch Social Bots) und verwandte Aspekte wie Anonymität in Information Systems.
Florian Brachten

Letzte Artikel von Florian Brachten (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.